THEMENBEREICHE
Sprache ist nicht objektiv, sondern historisch aufgeladen und machtvoll.
Nicht immer ist uns bewusst, welche Bedeutungen bestimmten Formulierungen und Wörtern von ihrem Ursprung her anhaften oder manchmal auch, wie sie sich in ihrer Art des Gebrauchs, ihren Verständnishorizonten und Auswirkungen verändert haben – wobei immer auch die Situation, das Umfeld und die Wahrnehmung der Betroffenen eine Rolle spielen. Und es kann vorkommen, dass wir zwar unmittelbar bemerken, dass gerade eine grenzüberschreitende Art von Sprachgebrauch stattfindet, der verletzt und diffamiert – finden aber vielleicht nicht immer sofort einen angemessenen Weg des Umgangs oder die wirkungsvollste Reaktion darauf.
In diesem Seminar geht es zum einen darum
I) zu sehen, wie kolonialrassistische Begriffe auch heute noch unsere Alltagssprache prägen und welche Assoziationen mit verschiedenen Begriffen verknüpft sind. Und zum anderen ist es uns wichtig
II) ganz praxisnah nachzufragen und schließlich darin zu bestärken, dass Sie (auch verdeckte) stereotypische und diskriminierende Sprache erkennen und auf menschenverachtende sowie rechtspopulistische und rassistische Äußerungen gut kontern können.
WIR GEHEN AUF IHRE FRAGEN EIN
- Wie identifiziere ich medial geläufige, problematische Begriffe im diskriminierungskritischen Sinn und entwickle alternative Formulierungen, um unsere Sprache diskriminierungsfrei(er) zu gestalten?
- Wie kann eine diskriminierungssensible Sprache aussehen und realisiert werden, sei es bei der direkten Kommunikation mit Menschen, in Präventionsbotschaften oder über Informationsmaterialien?
- Wie können unterschiedliche Personen und Gruppen benannt und damit sichtbar gemacht werden – welche Begriffe sind dabei die passenden?
WENN SIE DIESES SEMINAR BESUCHT HABEN
- konnten Sie anhand von Input, Austausch und Reflexion die Regeln und Anwendungsgebiete diskriminierungsfreien Sprachgebrauchs kennenlernen
- profitieren Sie von praxisnahen und interaktiven Übungen zur Umsetzung im gesellschaftlichen Miteinander und entsprechenden beruflichen Wirkungsfeldern
- haben Sie wertvolle Impulse erhalten, um eine rassismuskritische Perspektive mit einem diskriminierungssensiblen Umgang verbinden und in der Sprachpraxis erfolgreich umsetzen zu können
FAKTEN
- Termin: Donnerstag, 10. Dezember 2026 ab 17:00 Uhr
- Format: ONLINE–Zoom | nach erfolgter Registrierung erhalten Sie die Zugangsdaten zum Onlineportal
- die Platzanzahl ist begrenzt – Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt
- das Seminar kann aufgrund der Förderung durch den Freistaat Sachsen kostenfrei angeboten werden
- auf Wunsch erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung
- bei Verhinderung bitten wir um eine rechtzeitige Information über info@academy-isc.de!


