THEMENBEREICHE
Bei dieser Dialog-Veranstaltung laden wir Sie in unsere Räume der academy ein und freuen uns, mit einem besonderen Gast ins Gespräch zu kommen: Uwe Dziuballa, Gründer und Besitzer des jüdischen Restaurants SCHALOM in Chemnitz. In seiner über 26 Jahre währenden Geschichte ist das Schalom ein authentischer und einmaliger Ort der Begegnung für jüdische und nicht-jüdische Gäste. Es ist das einzige koschere Restaurant in ganz Sachsen – hier gingen und gehen Menschen der unterschiedlichsten Couleur ein und aus. Uwe Dziuballa steht seit jeher in regem Dialog mit VertreterInnen aus allen Bereichen der Gesellschaft, quer durch die Parteienlandschaft, von führenden Persönlichkeiten in Landes- oder Bundesverantwortung bis hin zum Nachbar um die Ecke, vom unterstützenden bis zum feindseligen Spektrum in der Gesinnungslage, vom atheistischen bis hin zum komplett andersenkenden, durch bewegte und bewegende Zeitläufte. Wie beispielsweise nach den Ereignissen in Chemnitz 2018, in dem Familie Dziuballa und das Schalom nicht selten auch im Fokus der Medien und der Öffentlichkeit standen.
Seit den Entwicklungen in Israel (allem voran durch das militärische Agieren der dortigen Regierung), werden jüdische Menschen zunehmend zur Angriffs- und Projektionsfläche, werden Zielscheibe von Feindseligkeiten und Diffamierung. Lassen Sie uns lernen von authentischen Einblicken, Berichten und Erfahrungen eines prominenten, engagierten und zuweilen auch streitbaren jüdischen Menschen, der sich schon immer jenseits von üblichen Erwartungshaltungen zu positionieren wusste und anhand von Geschichten und Begegnungen in seinem Restaurant „Schalom“ und Umgebung Wissenswertes sowie mitunter Skurriles zu erzählen weiß über sich abzeichnende Tendenzen und Stimmungslagen in Stadt und Gesellschaft, dem allgemeinen Klima im Umgang miteinander und auch zum erneut stärker werdenden Antisemitismus. Er kann über unendlich viele Situationen und Erfahrungen berichten – darüber, was ihm als Person im Laufe der Zeit in und ums Restaurant begegnet, welche Beobachtungen er macht und welche Geschichten ihn bewegen, welche Entwicklungen er sieht und zu welchen Schlussfolgerungen er kommt. Fühlen Sie sich eingeladen: Gemeinsam zuzuhören und Fragen zu stellen, neugierig zu sein und kritisch zu sein, offen zu sein und mitzufühlen, zu reflektieren und zu lernen.
Gehen Sie in Austausch und Reflexion zu kontroversen Debattenlagen bezüglich der Lage in Israel und zur Frage, was Jüdischsein in Deutschland aktuell bedeutet – womöglich, ohne beides miteinander gleichzusetzen. Und nicht zuletzt, worauf es im kleinsten privaten Kreis bis hin zur Zivilgesellschaft im Ganzen ankommen könnte, damit die Bedeutung von SCHALOM: Das friedvolle Zusammenleben unterschiedlichster Menschen in einer pluralen Gemeinschaft, gelebt werden kann.
WIR GEHEN AUF IHRE FRAGEN EIN
- Was für Erfahrungen macht man aktuell als jüdischer Mensch – was begegnet einem an Haltungen und Bewertungen, welche Tendenzen zeichnen sich in den letzten Jahren ab?
- Welchen Debattenlagen wird man immer wieder ausgesetzt und ist es überhaupt möglich, hiermit als Betroffene/r einen differenzierten, authentischen Umgang zu finden?
- Was können wir gemeinsam tun, um zunehmenden Angriffen und Diskriminierung sowie unangebrachten Zuschreibungen gegenüber jüdischen Menschen entgegenzuwirken?
WENN SIE DIESES SEMINAR BESUCHT HABEN
- haben Sie authentische, wissenswerte und spannende Einblicke gewonnen zu einem wichtigen Ort jüdischen Lebens in Chemnitz und weit darüber hinaus mit all seinen Geschichten und Situationen, Erfahrungen und Begegnungen sowie zentralen Schlussfolgerungen für das Zusammenleben in unserer Zivilgesellschaft
- konnten Sie die Gelegenheit ergreifen: In Dialog und Diskussion, Reflexion und Auswertung zu gehen hinsichtlich komplexer und kontroverser Fragen der Situation in Israel sowie zum Jüdischsein in Deutschland aktuell
- wurden Ihnen konkrete, lebensnahe Impulse und alles andere als eindimensionale Anregungen aus der Sicht eines Betroffenen vermittelt, anhand derer Sie unter Umständen mit neuer Sichtweise in Ihrem jeweiligen Lebensumfeld und Wirkungsgebiet aktiv sein können
FAKTEN
- Termin: Montag, 09. November 2026 ab 17:00 Uhr
- Ort: Räumlichkeiten der academy-isc | Andréstraße 15 | 09112 Chemnitz
- die Platzanzahl ist begrenzt – Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt
- das Seminar kann aufgrund der Förderung durch den Freistaat Sachsen kostenfrei angeboten werden
- auf Wunsch erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung
- bei Verhinderung bitten wir um eine rechtzeitige Information über info@academy-isc.de!


